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Mercian Offline




Beiträge: 492

10.08.2009 10:07
Sitten im Mittelalter antworten

zur Tisch:
"Keine langen Fingernägel, weil sie Krätze verursachen. Halte den Platz vor dir sauber und wirf keine Abfälle unter den Tisch. Schneuz dich nicht zu laut, und wenn du schneuzen mußt, dann tue es nicht mit der Hand, die das Fleisch anfaßt. Bei Tisch kratzt man sich nicht und spuckt nicht über den Tisch. Säubere deine Zähne nicht mit der Messerspitze. Tu Salz auf deine eigene Brotscheibe und tunke nicht das Fleisch ins Salzfaß. Wenn du Brot in den Wein tauchst, trinke den Wein ganz aus oder gieß den Rest auf die Erde. Leg nicht die Ellenbogen auf den Tisch, wie es die reichen Leute tun. Die Hand, mit der du das Fleisch aus der gemeinsamen Schüssel nimmst, sei nicht fettig oder schmutzig. Es ist wenig schicklich, sich die Finger abzulecken. Nage nicht die Knochen mit den Zähnen ab oder mit den Fingernägeln. Aber du darfst sie mit dem Messer abkratzen. Alles was sich an Abfall ansammelt (Brotkrusten, Käserinden, Obstschalen, Knochen), leg in einen hierfür bestimmten Korb oder eine Schale, oder wirf die Knochen unter den Tisch, aber nahe an deine Füße und ohne jemanden zu verletzen."

Hier eine kleine Übersicht, wie Sexualität im Mittelalter gesehen wurde, und wann sie verboten war. Die Informationen dazu stammen aus der Karfunkel Zeitschrift.

- Im Mittelalter war Sex etwas, was der Mann mit der Frau tat. Nicht sie gemeinsam
- Die Rolle des Mannes war Aktiv, die der Frau passiv
- Auch im Mittelalter gab es Homosexualität. Dabei galt sex nur als dieser, wenn eine Frau die andere mit einem Dildo befriedigte.
- Bei zwei Männern war es schwieriger. Denn wenn ein Mann einen anderen penetrierte, machte er sich zwar der Sodomie schuldig, handelte jedoch gemäß der Erwartungen, die man an sein Geschlecht stellte. Er war also weniger schuldig, als der Mann, der sich penetrieren leiß, denn der agierte gewissermaßen als Frau.
- Wer bei den Wikingern jemanden anderen dessen beschuldigte, dies sich aber als falsch herausstellte, der durfte ohne weiteres getötet werden.
- Mann nahm damals an, dass nicht nur Männer sondern auch Frauen Samen herstellen. Um seinen Körper im Gleichgewicht zu halten musste der mann regelmäßig Samenergüsse haben. Da die Samen als bestandteil des Blutes galten.
- Da Frauen keinen Samenerguss haben konnten nahm man an, dass diese nur während sexuellen Kontaktes entleert werden konnten. So ermunterten Hebammen die Frauen zur Selbstbefriedigung.
- In der Medizin regelmäßiger sex als zuträglich für die Gesundheit galt.
- In der Fastenzeit vor Ostern, und im Advent, sowie jeweils Mittwochs und freitags, und auch an Sonn- und Festtagen war der Geschlechtsverkehr untersagt.
- Dazu kam die Zeit der Menstruation oder zwischen dem Empfang der Beichte.
- Eine Prostituierte testete den Mann auf seine Potenz (Wenn die Frau sich scheiden lassen wollte)
- Die Übertretung des Enthaltsamkeitsgebotes galt als geringere Sünde als die Verweigerung der ehelichen Pflicht.
- Das 12 Jahrhundert gilt als epoche der Freizügigkeit. Gefühle wurden zu der Zeit auch öffentlich ausgeführt.
- Im Spätmittelalter war die voreheliche Keuschheit dann vor allem wegen dem hohen Heiratsalter nicht zu verurteilen. Solange der Mann zu diesem Zweck Prostituierte aufsuchten.
- Im Jüdischen Recht verlangte von einem Mann, dass er seiner Frau Lust bereite, auch wenn sie schwanger oder zu alt sei, um Kinder zu bekommen. Verweigerte der Mann dies über längere Zeit, so konnte die Frau sich scheiden lassen.
- Verhütung war im Mittelalter verboten

McBean

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