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 Die Wikinger
Thormar Offline



Beiträge: 582

10.08.2009 22:17
Seeräuber antworten

Seeräuber

Zum einen wurden die Wikinger "Salzwasserbanditen mit brutalen Lastern" oder zum anderen „zähe Gentleman des Nordens" genannt. Solche leidenschaftlichen Beschreibungen entstanden seit ihren ersten Raubzügen. Man nannte sie auch im England des 12. Jahrhunderts "Hornisse" und "schreckliche Wölfe".

Zeitgenössischen Chroniken mit hasserfüllten Schilderungen ihrer Übeltaten wurden durch gelehrte Mönche überliefert, da vor allem Kirchen und Klöster die Hauptziele der Wikinger waren. Im 9. und 10. Jahrhundert griffen sie regelmäßig Klöster an, nicht weil sie antichristlich eingestellt waren, sondern weil sich dort die größten Reichtümer befanden und nur unzureichend beschützt wurden. Die Einführung von Äbten, Mönchen und Nonnen ermöglichte den Wikingern die Erpressungen von Lösegeldern oder wenn nicht schnell genug gezahlt wurde, das Verkaufen der Gefangenen als Sklaven.

Die Kirchen waren den Wikingern gegenüber aber nicht immer feindlich gesinnt, die frommen Männer zogen gütliche Einigungen dem Heldenmut vor. Erzbischof Wulfher von York z. B. arbeitete mit den dänischen Eroberern zusammen, als diese die Stadt einnahmen.

Jahrhunderte lang verbreiteten die Wikinger (vikingr) Angst, Schrecken und Zerstörung in großen Teilen Westeuropas. Es wurden Klöster und Städte entlang der Nordsee, der Irischen See, der gesamten Atlantikküste Europas und sogar im westlichen Teil des Mittelmeers überfallen. Nicht nur die Küsten hatten zu leiden. Durch die Bauweise der Langschiffe der Wikinger, mit einem geringen Tiefgang und einer guten Manövrierfähigkeit, erlaubte es ihnen über die Hauptflüsse Europas weit ins Landesinnere einzudringen. Es gab kaum einen Flusslauf, der dem Beutedrang entging (Shannon>Seine>Rhein>Rhône).

Im gesamten Westen mussten die Reliquien der Heiligen in Sicherheit gebracht werden. Von der Hebrideninsel Iona brachte man die Gebeine des Heiligen Columba nach Kells in Irland. Von der Lindisfarne, an der Küste Northumbriens, die des Heiligen Cuthbert nach Durham. Von der Insel Noirmoutie an der Loiremündung, die des Heiligen Philibert nach Tournus.

Nicht nur Beutezüge waren das Ziel der Wikinger, es gab auch Händler unter ihnen sowie Leute, die als Siedler eine neue Existenz gründen wollten oder auch Söldner, die in den Dienst eines jeden traten, der genügend entlohnte. Raubzüge waren trotzdem das Kennzeichen der Wikingerzeit und als Räuber leben die Wikinger in der Erinnerung weiter.

Quelle:http://www.die-wikinger.com/

LG Thormar

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